1961 JAWA 350 R DOHC

1961 JAWA 350 R DOHC

Die einst staatseigene tschechoslowakische Marke JAWA ist den meisten nur durch ihre zuverlĂ€ssigen, zweitaktenden StraßenmotorrĂ€der bekannt. Kaum in Erinnerung bleibt, dass JAWA mit ihrem Viertakt-Twin 1961 Vizeweltmeister in der 350 ccm-Klasse wurde.

Werksfahrer FrantiĆĄek Ơ‘tastný jagte die neue JAWA 350 R beim französischen Grand Prix 1961 auf den 2. Platz, ebenso in Monza. In Hockenheim toppte er mit Platz 1. Sein Teamkollege Gustav Havel holte den Zweiten. Seinen Triumph wiederholte Ơ‘tastný beim schwedischen GP. Auf dem Sachsenring wurde er hinter Gary Hocking und Bob McIntyre Dritter.

Am Saisonende stand FrantiĆĄek Ơ‘tastný mit der JAWA 350 R hinter Hocking auf MV als Vizeweltmeister fest. Sein Teamkollege Havel wurde Dritter.

Bis 1965 zeigten die Werksfahrer Ơ‘tastný, Havel und ihre 350 ccm-JAWAs als DauergĂ€ste unter den fünf WM-Besten stets ihre QualitĂ€t. Danach schrumpften die Chancen des Parallel-Twins gegen die japanischen Mehrzylinder und JAWA setzte die 350 R nicht mehr ein.

Zur Technik: Die beim VorgĂ€ngermodell des Renntwins seitlich rechts stehende Königswelle wanderte 1960 mittig hinter die zwei Zylinder. Von dort trieb sie die Einlassnockenwelle an, die oben zwischen den Köpfen mit einer lĂ€ngs in Fahrtrichtung verlaufenden Welle über KegelrĂ€der die Auslassnockenwelle ansteuerte.

Der technische Mitarbeiter Sven Heimberger erlĂ€utert Details der Ausstellung und öffnet den Blick fĂŒr technische Raffinessen und Besonderheiten.