NSU-ABTEILUNG
NSU-ABTEILUNG

NSU-ABTEILUNG

Kennen Sie Max, Lux und Fox? Delphin und Blauwal?

Eine der grĂ¶ĂŸten NSU-Sammlungen zeigt absolute Erfolge, Designikonen, Rekordmaschinen und Kultmodelle – Staunen Sie ĂŒber die unglaubliche Erfolgsgeschichte des ehemaligen Neckarsulmer WeltmarktfĂŒhrers NSU!

  • Privatsammlung Adolf MĂŒhlich mit umfangreicher Vorkriegssammlung
  • Weltmeistermaschinen und Rennmaschinen der 1930er bis 1950er Jahre
  • Geschwindigkeitsrekordfahrzeuge
  • NSU-Modellpalette der Nachkriegszeit: Quickly, Max, Fox, Lux etc.

NSU-MotorrÀder des Rennsports und GelÀndesports erzielten Weltmeistertitel und Weltrekorde.

Hier treffen Sie ausnahmsweise nicht nur auf ZweirÀder, sondern auch auf die legendÀren NSU-Autos, z.B. Prinz-Modelle, TT, Wankel Spider und einen Ro 80.

 

Uhrahn

1901 begann NSU die Produktion von MotorrĂ€dern. Urahn aller folgenden Modelle war das “Neckarsulmer Motorrad”, NSU galt schnell als fortschrittlich und weltweit fĂŒhrend. Bereits 1911 stellte NSU 50% des deutschen Gesamtexports an MotorrĂ€dern.

Das Volksmotorrad

In den 1930er Jahren beteiligte sich NSU am BeschĂ€ftigungsprogramm der neuen NS-Regierung. Diesem Ziel diente das 1934er Pony, das mit 460 Reichsmark Kaufpreis gĂŒnstiger in der Anschaffung war als Fahrzeuge der Konkurrenz und zum echten Volksmotorrad wurde.

Wiederaufbau

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg gelang NSU durch den Wunsch der Menschen nach MobilitÀt ein rascher Wiederaufstieg. Die erste Neuentwicklung nach dem Krieg war 1949 die Fox von Chefkonstrukteur Albert Roder. Roders Max wurde in den 1950er Jahren sogar zum meistgefahrenen Motorrad aller Klassen.

GrĂ¶ĂŸter Motorradhersteller der Welt

Mitte der 1950er Jahre war NSU der grĂ¶ĂŸte Zweiradhersteller der Welt. 7000 Mitarbeiter produzierten allein im Jahr 1955 eine StĂŒckzahl von 350.000 Fahrzeugen.
Das zuverlĂ€ssige Quickly, damals das beliebteste Moped weltweit, wurde 980.000 Mal gebaut. Mit der Lambretta, einem Lizenzbau der Firma Innocenti, partizipierte NSU schließlich auch am Rollerboom dieser Jahre.

Erfolge im Rennsport

Auch in der Rennszene machte sich NSU wieder einen Namen. Große Erfolge auf allen Rennstrecken der Welt wurden erzielt durch Heiner Fleischmann, Werner Haas, Erwin Schmider (GelĂ€nde), Hans Schuhmann, Hermann Böhm, Rupert Hollaus, H.P. MĂŒller und Hans Baltisberger.

Neckarsulmer Motorwagen

Durch den Erfolg im Zweiradbereich animiert, begann NSU schließlich auch mit dem Bau von Automobilen. Diese Entscheidung kam nicht von ungefĂ€hr, hatte man doch bereits 1888 Erfahrungen im Vierradbereich gesammelt. FĂŒr den damaligen Stahlradwagen von Gottlieb Daimler, eines der ersten Automobile weltweit, fertigte NSU die Fahrgestelle. 1906 legte man dann eine Eigenkonstruktion vor, den “Original Neckarsulmer Motorwagen”.

Ruhm durch Rennsport

1909 entschied NSU, sich an internationalen Automobilrennen zu beteiligen. Das berĂŒhmte Langstreckenrennen ĂŒber 1836 km, die „Prinz-Heinrich-Fahrt“, wurde ein großer Erfolg, mit dem fortan geworben wurde. Weitere erfolgreiche Beteiligungen an Langstrecken- und ZuverlĂ€ssigkeitsfahrten steigerten weltweit die Bekanntheit der Automobilmarke NSU.

Krise in der Weimarer Republik

Die unruhigen Jahre der Weimarer Republik brachten fĂŒr NSU ein Wechselbad der GefĂŒhle. Auf große Erfolge im sportlichen Bereich folgte das wirtschaftliche Aus der Automobilproduktion 1929/30. Grund war die einsetzende Weltwirtschaftskrise. Sie zwang die Neckarsulmer, ihre AutomobilfertigungsstĂ€tten in Heilbronn an FIAT zu verkaufen.

Automobile fĂŒr das Wirtschaftswunder

Fast 30 Jahre nach dem Aus der Vierradproduktion wurden im Zuge des Wirtschaftswunders erstmals auch wieder Autos gebaut. 1957 lief der erste Prinz vom Band. Das Auto verkaufte sich bestens. Wie auch andere Zweiradhersteller entschied sich NSU deshalb, die Zweiradsparte aufzugeben und sich ganz auf die Herstellung von Autos zu konzentrieren.

Spider mit Wankelmotor

1964 prÀsentierte NSU den Spider, das erste Auto mit Wankelmotor. Auch mit diesem Fahrzeug wurden motorsportliche Erfolge erzielt, so wurde der Spider mehrfacher Meister im Bergrennsport.

RO 80 – Die Designikone der 1960er Jahre

Ein großes Wagnis war die Entwicklung des RO 80 mit revolutionĂ€rem Design. 1967 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt, wurde die neue Limousine von der Fachwelt gefeiert. Die Presse lobte den seidenweichen Lauf des Doppelscheibenwankelmotors (2 x 498 ccm) mit seiner großen Leistung.

Der GrĂŒnder

NSU GrĂŒnder Christian SchmidtChristian Schmidt (Jg. 1845), Musterexemplar jener Gattung schwĂ€bischer TĂŒftler und Macher, die einer Redensart zufolge alles können außer Hochdeutsch, war Mechaniker von Profession. Er grĂŒndete 1873 zusammen mit Heinrich Stoll in Riedlingen an der Donau eine “Mechanische WerkstĂ€tte zur Herstellung von Strickmaschinen”. Dies war der Ursprung der spĂ€teren NSU-Werke.

 

Neuer Standort in Neckarsulm

Auf der Suche nach einem neuen Standort fĂŒr seine expandierende Fabrik kam Schmidt nach Neckarsulm. Die hier kombinierte Wasserkraft von Neckar und Sulm, die der Stadt ihren Namen gab, veranlasste Schmidt zur Verlegung seines Firmensitzes. Er nannte seine neue WerkstĂ€tte “Neckarsulmer Strickmaschinen-Fabrik AG”. Zu den nachmals berĂŒhmten NSU-Zweirad-Werken wurde die Fabrik erst nach Schmidts frĂŒhem Tod 1884.

Beginn der Fahrradproduktion
Christian Schmidts Schwager und Nachfolger als Firmenchef Gottlob Banzhaf (1858-1930) entschied 1886, die Produktion auf ZweirĂ€der umzustellen. Er vermutete großes Wirtschaftspotential in dieser Branche und glaubte, mit RĂ€dern mehr Geld verdienen zu können als mit Strickmaschinen. Dies stellte sich auch als richtig heraus.

Die Marke NSU
Die ersten Erfolge erzielte Banzhaf mit HochrĂ€dern, wie der 1886 gebauten “Germania”. Zwei Jahre spĂ€ter, als sich das Ende des 1860 begonnnenen Hochradbooms abzeichnete, ging man zur Serienfertigung von Sicherheits-NiederrĂ€dern ĂŒber. Damit konnten UmsĂ€tze und Gewinn weiter gesteigert werden.
1892 erhielt die Fima einen neuen Namen und verwendete erstmals das KĂŒrzel NSU – drei Buchstaben, die dem Stadtnamen entnommen waren: NeckarSulm.

Mit dem Motorrad zum Erfolg
Ein weiteres Standbein verschaffte sich NSU nach der Jahrhundertwende mit dem Bau von MotorrĂ€dern. Urahn aller folgenden Modelle war das “Neckarsulmer Motorrad” von 1901. Es war mit einem Schweizer Zedel-Motor ausgestattet und brachte 1,5 PS Leistung.

 

Der Neckarsulmer Motorwagen
Durch den Erfolg im Zweiradbereich animiert, begann NSU schließlich auch mit dem Bau von Automobilen. Diese Entscheidung kam nicht von ungefĂ€hr, hatte man doch bereits 1888 Erfahrungen im Vierradbereich gesammelt. FĂŒr den damaligen Stahlradwagen von Gottlieb Daimler, eines der ersten Automobile weltweit, fertigte NSU die Fahrgestelle. 1906 legte man dann eine Eigenkonstruktion vor, den “Original Neckarsulmer Motorwagen”.


Die Neckarsulmer Fahrzeugwerke AG

Das Unternehmen wĂ€chst rasant. 1906 verlassen bereits 2200 MotorrĂ€der die Fabrik. Schnell gilt NSU weltweit als fortschrittlich und technisch fĂŒhrend. Zwei Drittel der Jahresproduktion gehen in zahlreiche LĂ€nder Europas und auch nach Übersee. 1911 stellt NSU 50% des deutschen Gesamtexports an MotorrĂ€dern. 1914 produziert NSU mit 1200 BeschĂ€ftigte 27.000 FahrrĂ€der, 3.600 MotorrĂ€der und 900 Automobile.


Heeresfahrzeuge im Ersten Weltkrieg

Im Ersten Weltkrieg kamen MotorrĂ€der von NSU als Heeresfahrzeuge zum Einsatz. Sie wurden neben den Modellen von Wanderer zum hauptsĂ€chlich benutzten Meldefahrzeug der deutschen Truppen und bewĂ€hrten sich an den verschiedensten Fronten. Generalstabschef der deutschen Armee war der Preuße Erich von Falkenhayn (1861-1922). Sein Sohn Fritz sollte spĂ€ter in noch engeren Kontakt mit NSU kommen. Er ĂŒbernahm 1930 die Werksleitung und hatte sie bis 1945 inne.


Erfolge und Krisen in der Weimarer Republik

Die unruhigen Jahre der Weimarer Republik brachten fĂŒr NSU ein Wechselbad der GefĂŒhle. Auf große Erfolge im sportlichen Bereich folgte das wirtschaftliche Aus der Automobilproduktion 1929/30. Schuld daran war die einsetzende Weltwirtschaftskrise. Sie zwang die Neckarsulmer, ihre AutomobilfertigungsstĂ€tten in Heilbronn an FIAT zu verkaufen.


Neuer Ruhm im Rennsport

Neuen Ruhm erntete NSU in den 30er-Jahren. Dank der zukunftsweisenden Motorrad-Konstruktionen des neuen Chefentwicklers Walter William Moore aus Großbritannien konnte die Neckarsulmer Firma in der beibehaltenen Zweiradsparte nahtlos an ihre Rennerfolge der 20er anknĂŒpfen. Fahrer Tom Bullus, ein weiterer Brite, gewann auf den Maschinen Moores, der 1929 von Norton zu NSU gewechselt war, zahlreiche MeisterschaftslĂ€ufe.

Das Volksmotorrad
Unter Werksleiter Fritz von Falkenhayn beteiligte sich NSU nach dem Ende von Weimar am BeschĂ€ftigungs-Programm der neuen NS-Regierung. Durch Förderung des Fahrzeugbaus sollte die Volksmotorisierung gefördert und die Massenarbeitslosigkeit verringert werden. Diesem Ziel diente das 1934er Pony, das mit 460 Reichsmark Kaufpreis gĂŒnstiger in der Anschaffung war als Fahrzeuge der Konkurrenz und zum echten Volksmotorrad wurde.

Das Kettenkrad im Zweiten Weltkrieg
Im 2. Weltkrieg wurde NSU wie viele andere große Unternehmen hauptsĂ€chlich Lieferant von RĂŒstungsgĂŒtern, u.a. MilitĂ€rmotorrĂ€der. Am bekanntesten wurde das gemeinsam mit Opel produzierte Kettenkrad. Infolge der Verwicklung in KriegsaktivitĂ€ten wurde NSU Angriffsziel fĂŒr alliierte Bomber. 1945 lag das Werk in TrĂŒmmern.

 

Wiederaufbau und Neuentwicklungen
In der Nachkriegszeit gelang NSU ein rascher Wiederaufstieg durch den verstÀrkten Drang der Menschen nach MobilitÀt. Quick, Fox, Lux und Max schrieben Motorradgeschichte.
Die erste Neuentwicklung nach dem Krieg war 1949 die Fox von Chefkonstrukteur Albert Roder. Roders Max wurde in den 50er Jahren sogar zum meistgefahrenen Motorrad aller Klassen.

Die 50er-Jahre
Mitte der 50er-Jahre war NSU grĂ¶ĂŸter Zweiradhersteller der Welt und exportierte in 90 LĂ€nder. Ca. 7000 Mitarbeiter erzielten allein im Jahr 1955 eine StĂŒckzahl von 350.000 hergestellten Fahrzeugen. Das zuverlĂ€ssige Quickly, damals beliebtestes Moped weltweit, wurde 980.000 Mal gebaut. Mit der Lambretta, einem Lizenzbau der Firma Innocenti, partizipierte NSU schließlich auch am Roller-Boom dieser Jahre und legte mit der Prima sogar eine Eigenkonstruktion vor.

Erneut Erfolge in der Rennszene
Auch in der Rennszene machte sich NSU wieder einen Namen. Große Erfolge auf allen Rennstrecken der Welt wurden erzielt durch Heiner Fleischmann, Werner Haas, Erwin Schmider (GelĂ€nde), Hans Schuhmann, Hermann Böhm, Rupert Hollaus, H.P. MĂŒller und Hans Baltisberger.

 

Automobile fĂŒr das Wirtschaftswunder
Fast 30 Jahre nach dem Aus der Vierradproduktion wurden im Zuge des Wirtschaftswunders erstmals auch wieder Autos gebaut. Auf Betreiben der neuen Werksleitung lief 1957 der Prinz vom Band. Das Auto verkaufte sich bestens, die Kurse der NSU-Aktien stiegen sprunghaft. Wie auch andere Zweiradhersteller entschied sich NSU deshalb, die Zweiradsparte aufzugeben und sich ganz auf die Herstellung von Autos zu konzentrieren.


Spider mit Wankel-Motor

1964 lief der Spider vom Band, das erste Auto mit Wankel-Motor. Auch mit diesem Fahrzeug wurden motorsportliche Erfolge erzielt, so wurde der Spider mehrfacher Meister im Bergrennsport.

 

 

RO 80 – Die Designikone der 60er-Jahre
Großes Wagnis war die Entwicklung des RO 80 mit revolutionĂ€rem Design. 1967 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt, wurde die neue Limousine von der Fachwelt gefeiert. Die Presse lobte den seidenweichen Lauf des Doppelscheiben-Wankelmotors (2 x 498 ccm) mit seiner großen Leistung. Das Wankelprinzip geriet indes wegen Verdichtungsproblemen an den Kolbenspitzen (Abbrand) und hohen Kraftstoffverbrauchs in die Kritik.

Fusion mit AUDI
Auch wenn sich die technischen Schwierigkeiten als typische Kinderkrankheiten einer neuen Technik entpuppten und die Probleme schließlich gelöst wurden, geriet NSU in wirtschaftliche Turbulenzen, aus denen sich die Firma nicht mehr befreien konnte. Eine Werksschließung wurde 1969 nur durch Fusion mit der VW-Tochter Audi verhindert. Hier endet die eigenstĂ€ndige NSU-Story. NSU gehört heute zu den Wurzeln des Audi-Konzerns.

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