DAIMLER REITWAGEN

DAIMLER REITWAGEN

In einem Cannstatter Gewächshaus geschah Bahnbrechendes:

Gottlieb Daimler und sein genialer Partner Wilhelm Maybach ermöglichten durch ihre Erfindung den Bau brauchbarer Motorfahrzeuge.

Der schnelllaufende Einzylinder-Viertaktmotor mit Glührohrzündung und Oberflächenvergaser wurde scherzhaft „Standuhr“ genannt. Patentiert wurde ihr Motor am 3. April 1885. Benzin als Treibstoff, eine verhältnismäig kompakte Dimensionierung und das geringe Gewicht von ca. 60 kg eröffneten neue Möglichkeiten der Nutzung. Als Versuchsträger diente ein spezielles Niederrad, ein hölzerner „Reitwagen“. Durch seine Stützr der war dieses Fahrzeug nicht einspurig, allerdings nimmt die Anordnung der Baugruppen eindeutig das Motorrad vorweg. Unter dem sattelähnlichen Sitz befeuerte man die Glührohrzündung dieses ersten „Feuerstuhls“. Im Stand konnte die Übersetzung geändert werden, sozusagen ein frühes Getriebe mit „Schnell- und Berggang“.

Im November 1885 fuhr Daimlers Sohn Adolf von Cannstatt nach Untertürkheim – die erste längere Fahrt eines Fahrzeugs mit Benzinverbrennungsmotor.

Das Exponat ist eine Replika; ein Feuer vernichtete 1903 das Original.